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Donnerstag, 13.11.2025

Vom Hilfsarbeiter zum Baumeister

Dies ist im Bauhauptgewerbe bereits im jungen Alter möglich. Diverse Möglichkeiten stehen zum Aufstieg offen. Bildung ist dabei der wichtigste Schlüssel.

1. Im jungen Alter Verantwortung übernehmen

Bildung ist der Schlüssel zu mehr Lohn, geringerer Arbeitslosigkeit, spannenderen Aufgaben und mehr Verantwortung – Verantwortung für Teams und Projekte. In kaum einer anderen Branche kann man bereits so früh Verantwortung übernehmen wie im Bauhauptgewerbe. Im Alter von 22 bis 24 Jahren gelten die Absolventen der Lehre zum Maurer oder Strassenbauer als Fachkraft. Wer möchte, schliesst eine Weiterbildung zum Vorarbeiter an, manche schaffen den Abschluss bereits im Alter von 23 Jahren, die Mehrheit zwischen 24 und 27 Jahren. Die nächsthöhere Stufe ist der Polier, ein Abschluss den die meisten zwischen 25 und 30 Jahren erringen. Kaum eine gelernte Fachkraft einer anderen Branche oder ein Studienabsolvent hat es in solch jungen Jahren ähnlich weit geschafft.

2. Nationalität ist nicht entscheidend, sondern Bildung

Vor 20 Jahren im Bauhauptgewerbe hatte die Hälfte der Ausländer keinen Bildungsabschluss des Bauhauptgewerbes (Lohnklassen C und B). Die Branche bietet aber allen Beschäftigten diverse Karrieremöglichkeiten. Schweizer haben sie seit jeher genutzt, und nun auch zunehmend die Ausländer. Der Anteil ohne Qualifikation ist mittlerweile auf unter 40% gesunken. Die Lohnklasse A (etwa EBA-Abschluss) ist von 28% auf 38% gestiegen. Schritt für Schritt geht es aufwärts. Vor 20 Jahren zählte nur jeder fünfte Ausländer zur Lohnklasse Q (EFZ-Abschluss), zu den Vorarbeitern oder zu den Polieren, heute ist es schon jeder vierte.

3. EFZ-Lehre als Steigeisen für weitere Karriere

Die dreijährige EFZ-Lehre zum Maurer markiert den klassischen Startpunkt für die Karriere im Bauhauptgewerbe. Die dreijährige EFZ-Lehre bietet den direkten Einstieg in die Lohnklasse Q. Alternativ lässt sich der Aufstieg in die Lohnklasse vom Hilfsarbeiter (C und B) oder Baupraktiker (A) mittels Fortbildungen bewältigen. Nur 22% der Maurer bleiben ihre gesamte Karriere über in demselben Beruf, während 39% die Branche verlassen und weitere 39% eine Weiterbildung zum Vorarbeiter oder Polier absolvieren. Auf diesen Positionen bleiben rund 60% der ehemaligen Maurer, während weitere 25% die Branche verlassen. 15% hingegen streben einen noch höheren Abschluss zum Bauführer oder Baumeister an.

4. Die Krone der Schöpfung (im Bauhauptgewerbe)

Die Weiterbildung zum Baumeister ist herausfordernd. Wer sie aber schafft, kann stolz auf sich sein, weil er die höchste Stufe im Karrieresystem des Bauhauptgewerbes erklommen hat. Etwa 30 bis 40 Personen absolvieren die Prüfung in einem Jahr, in manchen Regionen der Schweiz findet die Prüfung nur alle zwei Jahre statt.